Traditionell im Januar fand zum zwölften Mal der Neujahrsempfang des CDU Ortsverbands Ottenstein statt
Der Vorsitzende Ferdi Tübing begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste im Saal Abbing - Rols up'n Hook. Es folgte ein kurzer Rückblick auf das vergangene Jahr: Klimawandel, stark gestiegene Energiepreise und alternative Energiequellen wie Biogasanlagen waren hierbei die einleitenden Themen.
Für Wohnbebauung sollten in Ottenstein vornehmlich Freiflächen innerhalb des Ortes genutzt werden. Desweiteren erfolgt in diesem Jahr ein weiterer Ausbau der Straßen im Melchisengoren. In der zweiten Jahreshälfte sollen die Pläne für den Endausbau von der Brookstegge in Richtung Feldmark fertiggestellt werden. Im Dorfpark muß der Fußweg der von der Volksbank in den Park führt gepflastert werden. Die positive wirtschaftliche Entwicklung macht sich auch im Kreis Borken und der Stadt Ahaus durch höhere Gewerbesteuereinnahmen und eine niedrigere Arbeitslosenquote bemerkbar. Nach der Fertigstellung der Fußgängerzone im letzten Sommer stehen in Ahaus noch weitere Großprojekte in 2008 an: Das Kombibad, die Nordtangente, die Erweiterung des Klärwerkes und der Bau einer Mensa für die Hauptschule sind geplant bzw. in der Umsetzung. Auch in diesem Jahr war zum Neujahrsempfang ein Gastredner geladen: Kreishandwerksmeister Alfred Marx (Foto) referierte detailliert über das Handwerk im Kreis Borken. 3000 Handwerksbetriebe mit ca 35000 Beschäftigten sind hier zu verzeichnen. Die vielfältigen Strukturen des Handwerks, die zahlreichen Berufe und Branchen führen dazu, daß das Handwerk weniger krisenanfällig ist als die Industrie. Besonders stolz ist man im Handwerk auf die Ausbildungsleistungen der Betriebe, hier zählt man aktuell ca 4000 Lehrlinge. Außerdem sind gegenüber dem Vorjahr 20% mehr Neueinstellungen zu vermelden. Seit langem kümmert sich die Kreishandwerkerschaft Borken um jugendliche Schulabgänger. Heute werden rund 400 Jugendliche betreut um sie über Praktika in Ausbildung oder Arbeit zu vermitteln. Seit ca. 20 Jahren wird zusammen mit der Sparkasse Westmünsterland ein Förderverein unterhalten, der sich um die weitere Fortbildung besonders erfolgreicher Lerhlinge und Meister in Form von Prämienvergaben und Förderzusagen kümmert. Handwerker aus dem Kreis Borken haben 25 mal Landeswettbewerbe, 6 mal Bundeswettbewerbe gewonnen und sogar einen Weltmeister im Parkettleger-Handwerg hervorgebracht. Aus Ottenstein hat es hierbei Landessieger bei Mitarbeitern der Firmen Terhalle und MEM gegeben. Aufgrund der hohen Anzahl an Betrieben ist eine Auftragsannahme weit über den Kreis Borken hinaus üblich in ganz Deutschland und auch ins Ausland. Die Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe im Kreis Borken lassen sich auf drei Punkte zurückführen: - Gut organisierte und leistungsfähige durch Inhaber mit Meisterprüfung geführte Betriebe - Sehr gut ausgebildete Mitarbeiter - Hoch motivierte Mitarbeiter Alfred Marx führte sein Bedauern darüber aus, daß vor einigen Jahren in der Politik die Auffassung geherrscht hat, die Meisterprüfung im Handwerk sei verzichtbar. Sie würde die Existenzgründung hemmen und ihre Abschaffung den Arbeitsmarkt beleben. In Folge wurde für viele Berufe das Erfordernis der Meisterprüfung für die Existenzgründung gestrichen. Die Folge war aber, daß die Wettbewerbsfähigkeit aufgrund der Gründung vieler Minibetriebe deutlich gelitten hat. Die Meisterprüfung ist lt. Alfred Marx eine wichtige Hilfe um einen Betrieb zu gründen und zu führen. Es ist aber bereits ein Anstieg der Anzahl der Meisterprüflinge zu verzeichnen, auch wenn die Prüfung zur Existenzgründung nicht verlangt wird. Die Arbeitslosenzahlen im Kreis Borken sind überdurchschnittlich niedrig, woran das Handwerk einen maßgeblichen Beitrag leistet und es schafft dies alles ohne staatliche Förderung. Abschließend hob der Kreistagsabgeordnete Josef Osterhues die gute Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft hervor und berichtete anschließend über die aktuellen Haushaltszahlen.