CDU Stadtverband Ahaus

Neues Bauland in Graes

Ausschuss billigt städtebaulichen Entwurf / Ab 2005 werden 90 Grundstücke erschlossen...

Der Weg für rund 90 neue Bauplätze am Nordrand von Graes zwischen den Sportplätzen und der B 474 ist frei. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr hat den städtebaulichen Entwurf für den Bebauungsplan Eper Straße am Montagabend gebilligt.
Auf der Grundlage dieses Planes wird die Verwaltung nun die Aufstellung eines Bebauungsplanes einleiten. Die Planungsarbeiten werden sich noch bis ins Jahr 2004 erstrecken. 2005 könnten die ersten Erschließungsarbeiten beginnen.

„Wir haben jetzt schon etliche Klippen umschifft." Mit diesen Worten blickte Walter Fleige, der Leiter des Stadtplanungsamtes, auf die bereits seit mehreren Jahren dauernden Bemühungen zurück, die bauliche Entwicklung des Ortsteils Graes weiterhin zu sichern. Zunächst verhinderten die Eigentumsgegebenheiten die ursprünglichen Planungsabsichten. Die geänderten Pläne sahen dann eine Abrundung der Ortslage Graes bis zum Hermann-Gustav-Kanal vor. Diesen Überlegungen schob jedoch der Gesetzgeber einen Riegel vor. Nach den Hochwassern der 90er Jahre wurden die Regelungen zum Hochwasserschutz deutlich verschärft. Überschwemmungsgebiete - und dazu zählt der Bereich entlang des Hermann-Gustav-Kanals sollen in ihrer Funktion als natürliche Rückhalteflächen erhalten bleiben. Eine Bebauung ist nur dann zulässig, wenn es keine Alternativen gibt. Und davon, so Fleige, könne in Graes keine Rede sein.

Das neue Baugebiet Eper Straße, das abschnittsweise erschlossen werden soll, ist das erste nach dem Baugebiet Frenkers Weg. Dort sind die Grundstücke inzwischen alle vergeben und größtenteils bebaut. Der Endausbau der Straße hat bereits begonnen.

Fleige: „Mit dem Baugebiet Frenkers Weg haben wir den Nachholbedarf in Graes zunächst einmal befriedigt." Die Nachfrage nach Baugrundstücken wird in Graes nicht durch Zuzüge erhöht. Denn aufgrund seiner Größe ist der Ort vom Gebietsentwicklungsplan eine Bereitstellung von Baugrundstücken in Graes nur für die Eigenentwicklung vorgesehen.

Die Planer müssen sich jetzt noch Gedanken über die verkehrliche Anbindung des Neubaugebietes machen, die von der Bundesstraße 474 erfolgen soll. Ein ursprünglich von den Stadtplanern favorisierter neuer Kreisverkehr am Ortseingang Graes wurde vom Straßenbaulastträger als nicht erforderlich angesehen. Mit anderen Worten: Die Stadt müsste ihn alleine finanzieren. Aus diesem Grund wird nun über eine kostengünstigere „Insellösung", die die Fahrbahn der B 474 teilt, nachgedacht.