CDU Stadtverband Ahaus

Leserbrief (ungekürzte Fassung)

Stellungnahme unseres Ratsherrn Rudolf Lefering zur verkehrlichen Erschließung des Baugebietes Hoher Kamp

Leserbrief vom 13. März 2004 zur Verkehrserschließung des Baugebietes „Hohen Kamp“
Beide Schulwege müssen sicher sein

Die Leserbriefschreiber, Herr Homann und Herr Beckert, sprechen sich für eine Erschließung des neuen Wohngebietes zwischen Wessum und Ahaus ausschließlich über die Hamalandstr. aus. Dort entsteht ein Baugebiet für rd. 700 Wohneinheiten. Würde man nun tatsächlich dem Willen dieser Nachbarschaft folgen, die Straße Langen Kamp von diesem Anliegerverkehr freizuhalten, müsste der gesamte Verkehr aus diesem neuen Wohngebiet ausschließlich über diese neue Anbindung an der Hamalandstr. abfließen. Schon heute gehört die Hamalandstr. zu den am stärksten befahrenen Kreisstraßen. Für den Schülerverkehr auf diesem Radweg würde sich durch diesen zusätzlichen Verkehr, der dann aus dem gesamten Wohngebiet ausschließlich über diese Einmündung abfließt ein neuer zusätzlicher Gefahrenpunkt bilden. 

Um es klar zu sagen: Der Nachbarschaft Langen Kamp soll keine, die Schulwegverbindung entlang der Hamalandstr. mit dem Kreisverkehr "Am Stadtpark" dagegen die gesamte Belastung zugeschoben werden. 

Gern greife ich in diesem Zusammenhang die Aussage des Herrn Homann auf, aus den Fehlern der Vergangenheit solle man lernen. Die Diskussion um die Sicherheit des Kreisverkehrs am Stadtpark ist noch nicht verstummt, schon wird von Be- statt von Entlastung dieses Kreisverkehrs gesprochen. Den gesamten Verkehr aus diesem neuen Baugebiet noch zusätzlich über den jetzt schon ausgelasteten Kreisverkehr mit seinen unterschiedlichen Schülerströmen führen zu wollen, führt zu einer weiteren nicht zu verantwortenden Gefährdung der Schüler auf diesem Schulweg.

Nicht nur die Wessumer Vertreter im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr haben sich bei den Rahmenplanungen zu diesem Baugebiet immer für eine ausgewogene Verkehrsbelastung bei der Erschließung ausgesprochen und sich für die verkehrliche Erschließung über mindestens zwei Möglichkeiten eingesetzt. Die Beschlüsse zu diesem ausgewogenen Verkehrskonzept mit den jeweiligen Anbindungen wurden auch von der UWG befürwortet und sind einstimmig. 

Bemerkenswert finde ich es schon, dass sich Herr Homann nun plötzlich gegen die im Rahmenplan auf den Weg gebrachte Erschließung von mindestens zwei Seiten ausspricht. Als Bürgermeisterkandidat sollte er sich für die Belange aller Bürger einsetzen. Der einstimmigen Beschlüsse der Sitzungen des Ausschusses für Stadtentwicklung Planen und Verkehr, an denen auch die UWG Fraktion teilgenommen hat, sollte er sich hierbei erinnern.

Abschließend möchte ich hoffen, dass die Bemühungen der Nachbarschaft um einen sicheren Wessumer Schulweg nicht vorgeschoben sind. Gern nehmen wir Ihr Angebot an, sich auch für die zukünftige Sicherung des Wessumer Schulweg einzusetzen. Dabei darf jedoch die zweite Schulwegverbindung entlang der Hamalandstr. nicht aus den Augen verloren werden.

Rudolf Lefering

CDU-Ratsmitglied

Wessum

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