CDU Stadtverband Ahaus
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Archiv
13.06.2012, 12:16 Uhr
Schulentwicklung in Ahaus
Zum Votum des Schulausschusses für den Stadtrat zum Thema Schulentwicklung in Ahaus erklären der Ausschussvorsitzende Franz-Josef Große-Berg und der Fraktionsvorsitzende der CDU im Stadtrat Thomas Vortkamp für die CDU:
1.     Alle Ahauser Kinder müssen in Ahaus einen Schulplatz bekommen können, wenn sie das wollen!

2.     Ahaus ist der Schulstandort im Nordkreis des Kreises Borken. Damit dies so bleibt, wollen wir die Chancen des neuen Schulgesetzes nutzen. Dies hat unmittelbar mit der Vielfalt und damit der Attraktivität eines Schulstandortes zu tun.

3.     Wir haben den Vorteil, dass wir nicht „mit dem Rücken zur Wand stehen“ (keine Schule ist akut im Bestand gefährdet). Wir müssen nicht unter Zeitdruck reagieren und wir können Gestaltungsspielräume nutzen.

4.     Eine Gesamtschule bedeutet eine Attraktivitätssteigerung gegenüber den Nachbarkommunen, die eine solche Schule aufgrund der Größenvorgaben nicht einrichten können.

5.     Sekundarschulen wird es in den umliegenden Gemeinden ebenfalls geben.

6.     Die Schulleiter sprechen sich mehrheitlich für eine Gesamtschule aus.

7.     Mit einer Gesamtschule ist es rechtlich leichter, den Schulstandort Alstätte zu erhalten.

8.     Die gymnasiale Oberstufe einer Gesamtschule führt zu einer Entlastung  am Alexander-Hegius-Gymnasium und damit auch zu den zu erwartenden Raumproblemen, bei geplantem Ganztag!?

9.     Die Schulpflegschaftsvorsitzenden aller Ahauser Schulen haben sich für eine Gesamtschule ausgesprochen.

10.   Wir wollen die Schulfrage im Konsens lösen.

11.   Wir haben die Schulform „Gesamtschule“ als Partei in der Vergangenheit sicher kritisch gesehen und wir wollen gar nicht leugnen, dass wir uns im Vorfeld mit dieser Frage schwer getan und uns damit sehr kritisch auseinandergesetzt haben. Wir haben uns die Frage nicht leicht gemacht und dafür hat es deutlich mehr als eine Sitzung gebraucht. Aber hier geht es nicht um Parteiideologien und um Schulideologien, sondern um Ahaus. Was ist das Beste für unsere Kinder? Wie können wir den Eltern in unserer Stadt ein zusätzliches Schulangebot machen? Da spricht vieles für die Gesamtschule! Insbesondere das Abitur in 9 statt in 8 Jahren. Die Argumente haben uns überzeugt.

12. Mit der Einrichtung einer Gesamtschule kann der Schulstandort in Alstätte gesichert werden.

13. Noch ein Wort zur Hauptschule in Alstätte. Sicher wird die schwierige  Entwicklung der Hauptschulen in unserem Lande auch vor Alstätte nicht halt machen. Aber die Schule hat Geschichte und beachtliche Erfolge vorzuweisen. Die letzten Auszeichnungen belegen das eindrucksvoll. Deshalb tun wir uns mit einer sofortigen  Schließung der Schule schwer. Auflösen können wir die Schule nur einmal. Aber wir können natürlich auch verstehen, dass die Schule nicht ein „langsam sterbendes Auslaufmodell“ werden möchte. Vielleicht können wir das eine tun, ohne das andere zu lassen. Nämlich die Schule zunächst weiterzuführen, aber schon jetzt verbindlich zu klären, ob und wie und wann wir umsteuern können. Etwa als Teilstandort einer Gesamtschule. Dann weiß die Schule schon heute, wo dran sie ist und kann eine solche Entwicklung mit gestalten. 

Wir schließen uns grundsätzlich dem Beschlussvorschlag der Verwaltung an. Wir finden es auch richtig, jetzt eine Schulform – die Gesamtschule – zu favorisieren. Da sind wir als Politik gefordert. Aber wir finden es mindestens genau so wichtig, anschließend in ein weiteres, differenziertes Prüfverfahren einzusteigen. Was sagen die Schulkonferenzen, was die anderen Schulträger und, vor allem, was sagen die Eltern. Und wir müssen für eine endgültige Entscheidung auch das Raumprogramm und die finanziellen Auswirkungen kennen. Insoweit sind die vorgeschlagenen Prüfaufträge für eine endgültige Entscheidung unverzichtbar.