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12.07.2012, 12:13 Uhr
Wolfgang Bosbach MdB besucht die Wüllener CDU
Am vergangenen Mittwoch besuchte der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Innenausschusses des deutschen Bundestages Wolfgang Bosbach den CDU Ortsverband Wüllen, um über aktuelle politische Themen zu sprechen. Dabei ging es unter anderem um die Verschuldungskrise in der Euro-Zone und die Aufgabe des Staates innerhalb Deutschlands. Außerdem wurden die Jubilare der CDU Wüllen geehrt.
Foto: v.l.n.r.: Wolfgang Bosbach, Maria Hemsing (25 Jahre CDU), Jens Spahn, Gerhard Marpert (25 Jahre CDU), Aloys Schmeing, Werner Gebker (40 Jahre CDU) und Michael Löken (25 Jahre CDU), nicht auf dem Foto Adolf Uppenkamp und Franz Oeing-Lösker (beide 40
Der Wüllener CDU Vorsditzende  Aloys Schmeing eröffnete in der Gastätte Höstenpumpe den ordentlichen CDU-Parteitag und begrüßte die anwesenden Mitglieder. Zunächst wurden in einer geheimen Wahl die Delegierten zur Wahlkreisvertreterversammlung für die Bundestagswahlen gewählt. Anschließend erfolgte die Ehrung der Jubilare. Für 40 Jahre Mitgliedschaft in der CDU wurde Werner Gebker, Franz Oeing-Lösker und Adolf Uppenkamp gedankt.  Auf 25 Jahre in der CDU können Maria Hemsing, Gerhard Marpert und Michael Löken zurückblicken. Schmeing bedankte sich bei allen Jubilaren für die Unterstützung und die Mitarbeit im Ortsverband Wüllen.

Anschließend ergriff der ebenfalls anwesende Jens Spahn MdB das Wort und bedankte sich ebenfalls für die Unterstützung des gesamten Stadtverbandes Ahaus für seine erneute Kandidatur   für die Bundestagswahl 2013.  Mit einer freundlichen Einleitung übergab Spahn das Wort an Wolfgang Bosbach, der unter dem Thema „Worauf es jetzt ankommt“ referierte.  Bosbach fand lobende Worte für den Abgeordnetenkollegen Spahn und ging auf die aktuelle Situation über. Die aktuelle Diskussion über eine Politikverdrossenheit in Deutschland könne er nicht nachvollziehen, er sehe eher eine Politikerverdrossenheit. Einer solchen Abneigung könne man nur mit einer klaren Meinung in einer gradlinigen Arbeit entgegenwirken, betonte Wolfgang Bosbach. „Es gibt in der Politik nicht nur richtig und falsch. Diskussionen sind durchaus erwünscht und auch dringend notwendig“ betonte er.  Nur durch die Beteiligung der Bevölkerung kann eine Demokratie lebendig gehalten werden.

Auf den Euro-Raum bezogen bedeute dies, dass man  auch gegen seine Fraktion im Bundestag stimmen könne, wenn man zu dieser Schlussfolgerung komme. Die Problematik der von der Krise betroffenen Länder entstand, laut Bosbach, durch eine zu starke Neuverschuldung und eine zu geringe Haushaltssanierung. Der damalige wirtschaftliche Aufschwung, beispielsweise in Griechenland, basierte somit auf Schulden und nicht auf der tatsächlichen Wirtschaftsleistung.

Um die jetzige Krise zu bewältigen müssen laut Wolfgang Bosbach nun Regelungen gefunden werden, die eine Staatsinsolvenz möglich machen. Es dürfe nicht nur Zeit auf Kosten der nächsten Generation erkauft werden. Eine ständige Haftung Deutschlands durch den dauerhaften Rettungsschirm führe nur zu geringerer Eigenverantwortlichkeit der jeweiligen Länder. Dies führe unweigerlich aus einer Währungsunion zu einer Schuldenunion innerhalb Europas. Bosbach forderte daher automatische Sanktionen für die Länder, die die Regelungen der Euro-Zone brechen. Solche Sanktionen können nicht politisch diskutierbar sein.

Außerdem ging Herr Bosbach auf die Innenpolitik.  In einer globalisierten Welt müsse sich Deutschland, mehr denn je, dem Wettbewerb stellen und einen Schritt voraus sein. In einem an Rohstoffen armen Land müsse die Bildung immer an erster Stelle stehen, da man nur durch Innovationen und hochwertige Produkte im Wettbewerb bestehen könne. Bosbach betonte ebenfalls, dass die Zeiten immer hektischer werden und man daher, mehr als noch vor einigen Jahren, auf die Mitmenschen Rücksicht nehmen müsse,  um die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.

Dem mit viel Applaus gewürdigten Vortrag von Wolfgang Bosbach folgte eine rege Diskussion mit beiden Bundestagsabgeordneten. Es wurden ebenso Fragen zu Kontrollmöglichkeiten des griechischen Haushaltes beantwortet, wie zur sozialen Gerechtigkeit innerhalb der Bundesrepublik.

Zum Schluss bedankte sich Aloys Schmeing bei Herrn Bosbach mit einem Buchgeschenk,„Wüllen – eine Zeitreise durch unser Dorf“ - das Jubiläumsbuch 100 Jahre Wüllener Feuerwehr und Musikverein.