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Aktuelles
27.03.2006, 17:07 Uhr
Abkehr von der Ausgleichsautomatik Fläche für Fläche
Bundestagsabgeordneter Johannes Röring diskutiert Entwicklung des Kreises Borken mit Landrat Gerd Wiesmann.
Johannes Röring MdB und Landrat Gerd Wiesmann im Gespräch.
Borken - Zu einem ersten Besuch seit der Bundestagswahl im vergangenen September konnte Landrat Gerd Wiesmann nun den CDU – Abgeordneten Johannes Röring MdB im Kreishaus in Borken begrüßen.



Viele aktuelle Themen galt es dabei anzusprechen. Allen voran die aktuelle Entwicklung größerer Bau- und Planungsvorhaben im Kreis Borken.



Von Johannes Röring auf das Voranschreiten des Ausbaus am Flughafen Stadtlohn – Wenningfeld angesprochen, teilte Wiesmann mit, dass die Planungen derzeit beim Regierungspräsident in Münster lägen, man aber aufgrund des Planungsvorsprungs gegenüber anderen Flughäfen derzeit guter Dinge sei.



Das interkommunale Gewerbegebiet zwischen Heiden, Reken und Borken sahen Wiesmann und Röring beide als Wachstums- und Jobbringer für den Kreis Borken. „ Es sei zu begrüßen, dass die Bezirksregierung der Entwicklung von Gewerbegebieten in direkter Autobahnlage nun aufgeschlossener gegenüberstehe als früher.“, so der Landrat.



Schaue man vom Kreis aus nach Niedersachsen oder über die holländische Grenze, dann finde dort Industrie vielfach direkt neben der Autobahn statt.

Verwunderung löste bei MdB Röring aus, dass die Belange der Emscher – Lippe Region so stark in die Planungen mit einbezogen werden müssen, da es bei dem Vorhaben der drei Kommunen schließlich nicht um eine weitere Ausweisung von Gewerbeflächen, sondern um eine Konzentration an einem günstigeren Standort gehe. Insgesamt so der Abgeordnete müsse man in diesem und anderen Bereichen wieder mehr auf den Wettbewerb statt auf Verteilung setzen.



In Bezug auf das deutsche Planungsrecht bestand bei beiden Politikern Einvernehmen, dass die Frage von Ausgleichsregelungen hier neu diskutiert werden müsse. „Die Automatik, dass bei Eingriffen in die Natur stets ein Ausgleich teilweise mit der doppelten Fläche zu schaffen ist, wird für den Kreis Borken zusehends zum Problem“ betonte der Chef der Kreisverwaltung. MdB Röring bot für dieses Problem seine Unterstützung und gleichzeitig einen Lösungsansatz an. „ Bei Planungsvorhaben mit Eingriffen in die Natur sollte man anstelle eines Ausgleichs über Flächen vermehrt an eine kommunale Verpflichtung zur Reduzierung von CO2 Emissionen nachdenken“.



Man könne beispielsweise ein kommunales Schwimmbad mit einem Hackschnitzelwerk heizen, spare Energiekosten und Tonnen an Emissionen ein, schlug Röring vor, das mache volkswirtschaftlich und ökologisch Sinn.