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Aktuelles
13.04.2005, 00:23 Uhr
Helmut Kohl: Ein Leben für Deutschland und Europa
Mit einem Symposium haben CDU und Konrad-Adenauer-Stiftung das Lebenswerk von Altkanzler Helmut Kohl gewürdigt. Anlässlich seines 75. Geburtstages waren zahlreiche Weggefährten aus dem In- und Ausland ins Deutsche Historische Museum nach Berlin gekommen.
"Als Kanzler der Deutschen Einheit und der Europäischen Einigung hat sich Helmut Kohl unschätzbare Verdienste erworben." Mit diesen Worten würdigte die CDU-Vorsitzende Angela Merkel den ehemaligen Bundeskanzler. Vor mehr als 1.000 Gästen erinnerte Merkel daran, dass es Helmut Kohl gewesen sei, der Freundschaft mit Frankreich, loyale Partnerschaft in der Atlantischen Allianz, Versöhnung mit Polen und eine vertrauensbildende Beziehung zu Russland gepflegt habe. All dies seien Bausteine gewesen, ohne die die Wiedervereinigung in Frieden und Freiheit nicht hätte gelingen können.

Klar wandte sich Angela Merkel gegen jegliche Versuche, die Deutsche Einheit als einen zwangsläufigen Prozess darzustellen. "Das sind die Behauptungen derer, die vor 15 Jahren die Einheit nicht wollten und die heute Helmut Kohls Leistungen als Kanzler klein zu reden versuchen", so Merkel. Ohne den Alt-Kanzler sei "die jüngere deutsche Geschichte in wesentlichen Teilen anders verlaufen". Lobend erwähnte die CDU-Vorsitzende, dass Kohl "uns Ostdeutschen immer vermittelt hat, dass wir willkommen sind". Damit habe der damalige Kanzler die CDU in Deutschland mehrheitsfähig gemacht. Anerkennend hob Merkel auch Kohls Einsatz für den Europäischen Stabilitätspakt hervor, der die Grundlage für einen stabilen Euro bilde.



Zu den weiteren Festrednern gehörten u.a. der frühere amerikanische Außenminister Henry Kissinger, der ehemalige Präsident der Europäischen Kommission Jacques Delors, Spaniens Ex-Ministerpräsident Felipe Gonzalez, der ehemalige polnische Außenminister Wladyslaw Bartoszewski und der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker.



Helmut Kohl erklärte in seinem Schlusswort, dass er tief bewegt und von Dankbarkeit erfüllt sei. Er wisse nicht, wie viel Zeit ihm Gott noch schenke, doch diese Zeit wolle er nutzen, um seine Erinnerungen und Erfahrungen weiterzugeben. Dabei läge ihm vor allem die Jugend am Herzen. Er wolle zurückgeben, was andere ihm gegeben hätten, sagte Kohl. "Dabei wünsche ich mir, dass wir mit Optimismus vorangehen und dabei unsere Vergangenheit nicht vergessen". In der Rückschau könne er sagen, dass es sich lohne für Europa zu kämpfen.