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Aktuelles
17.06.2005, 23:55 Uhr
60 Jahre CDU -Merkel: "Unsere Motivation heißt Deutschland"
Zum 60. Geburtstag der CDU hatte sich die politische Prominenz unseres Landes am Donnerstag im "Berliner Ensemble" am Schiffbauerdamm versammelt. In diesem Theater waren am 16. Juni 1945 Ex-Reichsminister Andreas Hermes, Jakob Kaiser, Heinrich Krone und viele andere Getreue zusammengekommen, um die Bildung einer neuen christlichen Partei zu verabreden. Auf der Festveranstaltung sprachen neben der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl und CSU-Landesgruppen-Chef Michael Glos. Das Schlusswort hielt Katharina Hermes, die Urenkelin des Berliner Parteimitbegründers Andreas Hermes.
Die Partei- und Fraktionsvorsitzende Angela Merkel verwies darauf, dass für Christdemokraten der "Dienst für unser Land" stets das "Herzstück unseres politischen Auftrags" gewesen sei. "Unsere Motivation heißt Deutschland", bekräftigte die Unions-Kanzlerkandidatin. Diese Haltung eine mehr noch als alle Leistungen, Programme und Personen die CDU und ihre 600.000 Mitglieder. Die CDU sei immer "die Partei des Neubeginns in Deutschland" gewesen, sagte die Parteivorsitzende weiter und machte deutlich, dass die Bundesrepublik heute wieder vor großen Aufgaben stehe. Innenpolitisch sei eine "veränderte gesellschaftspolitische Architektur vonnöten, um die materiellen, die sozialen und die moralischen Werte zukunftsfähig zu machen". Zugleich müsse auf europäischer Ebene eine neue Verständigung über die Ziele und Grenzen der Europäischen Union herbeigeführt werden. "Ein ,Weiter so' geht nicht mehr", unterstrich Merkel. "Politik mit Mut - das ist heute erneut gefragt", sagte die Unions-Kanzlerkandidatin mit Blick auf die Massenarbeitslosigkeit hier zu Lande. Dem Ziel, Menschen wieder in Arbeit zu bringen, müsse sich alles andere unterordnen. Voraussetzung dafür sei jedoch ein Politikwechsel hin zu neuer Freiheit, zu neuer Verantwortung und zu neuer Verlässlichkeit. Kohl: "Merkels Nominierung zur Kanzlerkandidatin ist eine gute Wahl" Zuvor hatte Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl an die Gründungsphase der CDU vor 60 Jahren erinnert. Andreas Hermes, der erste Vorsitzende des Reichsbundes der Christlich Demokratischen Union in Berlin, sei noch im Januar 1945 vom Volksgerichtshof unter Freisler zum Tode verurteilt worden. Über Monate habe er in der Todeszelle gesessen und sei nur auf Grund glücklicher Umstände freigekommen. Zurecht habe Eugen Gerstenmaier später davon gesprochen, dass die "Gründung der Union in den ,Gefängnissen von Tegel' stattgefunden habe". Ausdrücklich würdigte Kohl die Leistung der Männer und Frauen in den demokratischen Parteien, die nach dem Krieg die "Ärmel hochgekrempelt" und sich daran gemacht hätten, das zerstörte Land wieder aufzubauen. Der langjährige CDU-Vorsitzende betonte, dass allein die Union unbeirrt das Bewusstsein für die Einheit der Nation wach gehalten habe, auch in Zeiten, in denen das Bekenntnis zum vereinigten Vaterland nicht in Mode gewesen sei. Weiter sagte der Altkanzler, es sei ja richtig, dass die deutsche Einheit "kein Besitz einer einzigen Partei ist". Wahr sei aber auch, "dass wir in der Union den Glauben an die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes nie aufgegeben und auch dafür gearbeitet haben". Wer heute durch die neuen Länder fahre, erkenne, dass es die "blühenden Landschaften" tatsächlich gebe. Heute stehe mit Angela Merkel eine Frau an der Spitze der Union, die erst nach der Wende vom Demokratischen Aufbruch zur CDU gekommen sei. Kohl nannte Merkels Nominierung zur Kanzlerkandidatin "eine gute Wahl". Ausdrücklich appellierte er an die gesamte Union, die Kanzlerkandidatin mit aller Kraft zu unterstützen. "Lassen Sie uns gemeinsam in den Kampf ziehen", erklärte Kohl. "Es ist unsere patriotische Pflicht, Deutschland wieder nach vorne zu bringen". Hermes: "Die CDU wird eine starke Partei bleiben" Das Schlusswort hatte Katharina Hermes, die Urenkelin des Parteimitbegründers Andreas Hermes. Die Nachkriegsgeschichte belege eindrucksvoll, wie wichtig die CDU für "Deutschland war und ist". Besonders schätze sie die Ausgewogenheit der CDU, die nicht versuche, alles "über einen Kamm zu scheren oder gleich zu machen". Auch die soziale Seite der CDU sei ihr wichtig ebenso wie das Festhalten an den christlichen Werten. "Die CDU wird eine starke Partei bleiben", betonte die Berliner Schülerin und fügte hinzu: "Ich freue mich auf die erste Frau als Bundeskanzler".