CDU Stadtverband Ahaus
Besuchen Sie uns auf http://www.cdu-ahaus.de

DRUCK STARTEN


Aktuelles
05.12.2007, 08:22 Uhr
Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Praxisbeispiel - Jens Spahn MdB und Johannes Röring MdB besuchen Firma Pieron in Bocholt
Dem Besuch der beiden Bundestagsabgeordneten Jens Spahn und Johannes Röring bei der Firma Pieron im Industriepark Bocholt ging im Grunde ein Versäumnis voraus. Beim Besuch der Bundesfamilienministerin bei der Firma Pieron vor einigen Wochen, hatte man aufgrund des straffen Terminkalenders der Ministerin keine Zeit für eine ausgiebige Betriebsbesichtigung.
Gisela Pieron mit Ihren Gästen Jens Spahn (3.v.l.) und Johannes Röring (2.v.l.) sowie weiteren Vertretern der Fa. Pieron
„Zwar war dies mit über 500 Besuchern der erfolgreichste Termin der CDU Kreis Borken im vergangenen Jahr, dennoch blieb für einen intensiven Blick hinter die Kulissen des Unternehmens leider keine Zeit“, resümierte Spahn. Dass ihm dies aber besonders wichtig ist, betonte Spahns Parlamentskollege Johannes Röring, in dessen Wahlkreis die Firma Pieron liegt.

„Es ist gut, über die Konzepte und von den Erfolgen einer Firma zu erfahren, es ist aber noch besser, sich selber einen persönlichen Eindruck zu verschaffen und dann in einen intensiven Dialog zu treten“. Diesen Einblick lieferten bei einer Führung durch den Betrieb Geschäftsführerin Gisela Pieron, ihr Sohn Sven Pieron, der das Controlling der Firma leitet, sowie einige weitere Abteilungsleiter.

Die Pieron GmbH stellt in Bocholt technische Federn her, die vor allem im Kraftfahrzeugbereich Verwendung finden. „Sie werden kaum ein Automobil in Deutschland finden, in dem keine Feder aus unserem Hause steckt“, erklärt Sven Pieron stolz. Aber nicht nur die Automobilindustrie auch in anderen Produkten, wie beispielsweise Skibindungen, finden Federn aus Bocholt ihre Verwendung. „Diese Vielseitigkeit und vor allem auch unsere Qualität verdanken wir der Tatsache, dass wir die Werkzeuge, die unser eigentliches Firmen Knowhow darstellen, selber anfertigen“, erläutert Firmenchefin Gisela Pieron das Erfolgsrezept ihrer Firma.

Hinzu komme, dass die Firma sich ein moderates, aber stetiges Wachstum verordnet habe, ergänzt Sven Pieron. Aber auch von Schwierigkeiten berichten die beiden Unternehmer den Bundestagsabgeordneten. „Die Preissteigerungen auf dem Weltmarkt für Stahl in den vergangenen Jahren war schon ein großes Problem für uns, da wir diese erst nach langen Verhandlungen mit unseren Absatzpartnern auch weitergeben konnten.

"Da ist die Branche knallhart“, berichtet Gisela Pieron von den Nachteilen des steigenden Stahlkonsums. Neben den betriebswirtschaftlichen Ergebnissen interessieren sich die beiden Abgeordneten aber vor allem für die Firmenphiloso-phie der Traditionsfirma, die seit 1925 in Bocholt fertigt. Zu dieser gehört auch, dass viele Frauen im Unternehmen arbeiten und besonders die Ver-einbarkeit von Familie und Beruf gefördert wird.

„Wir haben hier keine großen Programme oder Richtlinien bei der Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unsere Stärke ist, dass wir Lösungen für die einzelne Beschäftigte oder den Beschäftigten schneidern“, erklärt Pieron ihre Fir-menphilosophie. Zu dieser gehört ebenfalls, dass viele junge Frauen oder Mädchen in Berufen ausgebildet werden, die traditionell eher Männern vorbehalten waren.

Sowohl Röring als auch Spahn zeigten sich von diesem Konzept angetan. „Nicht nur bei ihren Produkten, sondern auch bei einer familienfreundlichen Unternehmensphilosophie ist die Firma Pieron bei-spielhaft“, so Röring.

Und auch Spahn resümierte beim Abschied, dass man nun wieder einen weiteren „hidden champion“ aus dem Münsterland kennen gelernt habe, von dem die Region sehr viele habe, die aber noch nicht die nötige Bekanntheit hätten.