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Aktuelles
25.03.2017, 16:42 Uhr
Luther in seiner Zeit – Thesenanschlag und Bibelübersetzung
Pfarrer Willy Bartkowski bei der CDU Seniorenunion
 Anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Reformation hatte die CDU Seniorenunion Pfarrer Willy Bartkowski von der evangelischen Kirchengemeinde zu einem Vortrag „Luther in seiner Zeit – Thesenanschlag und Bibelübersetzung“ eingeladen.
 Der Vorsitzende der CDU Seniorenunion Aloys Schmeing konnte im Dorothee-Sölle-Haus viele interessierte Zuhörer begrüßen. In seinem Vortrag stellte Pfarrer Bartkowski  Martin Luther konsequent in sein mittelalterliches Milieu ein.


 
Mit seinen Thesen von 1517 wollte der Reformator eine theologische Diskussion über den Ablasshandel eröffnen, verstanden als Weckruf an seine Kirche, die er liebte und der er diente. Doch als er in den folgenden Jahren erfahren sollte, dass der Papst selbst den Ablasshandel deckte, da wurde er zum entschiedensten Gegner Roms. Er wies jede kirchliche Tradition zurück, die sich nicht mit der Bibel deckte – er selbst verstand sich immer mehr als endzeitlicher Prophet, der nach Jahrhunderten des Verschweigens das Wort Gottes wieder klar und deutlich zur Geltung brachte und war überzeugt, dass die Wiederkunft Christi unmittelbar bevor stand.

1520 vollzog Martin Luther den endgültigen Bruch mit der Papstkirche, indem er auf die Androhung des Kirchenbanns mit der Verbrennung der Papstbulle und den Schriften des kanonischen Rechtes in Wittenberg antwortete.

Mit seiner Übersetzung der biblischen Schriften ins Deutsche (1522-1534) schafft er nach eigenem Bekunden sein Meisterwerk. Damit ist eine wichtige Wegmarke auf dem Weg zum Neuhochdeutschen gegeben bis hin in unsere Gegenwartssprache. Vor allem prägt dieses Werk über die Jahrhunderte die protestantische Frömmigkeit.

In vielen Dingen hat er den Nerv seiner Zeit getroffen, die schon längst in Bewegung geraten war, aber bleibt auch deutlich Kind dieser Zeit, verstärkt auch deren Vorurteile, besonders drastisch gegenüber den Juden. Luther wollte keine weitere Spaltung der Kirche, sondern sie auf ihre Anfänge zurückführen.

Nach dem Vortrag beantwortete Pfarrer Bartkowski Fragen der Zuhörer.

Aloys Schmeing bedankte sich bei Pfarrer Bartkowski mit einer Fotocollage vom Ahauser Schloss.