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01. August 2010, 09:12 Uhr
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Presseerklärung der CDU-Fraktion im Ahauser Stadtrat

zum Bericht „Oppositionsparteien“ in der Münsterland Zeitung

 

 

 

Konstruktiv miteinander statt planlos durcheinander

 

Keine Antwort auf wichtige Fragen für Ahaus erwartet die CDU-Fraktion nach der Ankündigung der Oppositionsparteien, ab sofort gemeinsam um Posten kämpfen zu wollen. SPD, UWG, WGW, Bündnis 90 / Die Grünen und FDP hatten in einer gemeinsamen Erklärung einen vermeintlich gemeinsamen Weg angekündigt. „Dieses Geschacher um Posten im Vorfeld der Kommunalwahl wird dem Bürger in unserer Stadt ganz sicher nicht weiterhelfen“, sagte jetzt CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Vortkamp zu der öffentlichen Ankündigung.

Die CDU-Fraktion sei überzeugt, dass sich auf Dauer „nicht ein planloses  Durcheinander, sondern das konstruktive Miteinander“ der vergangenen Jahre im Sinne der Stadt auch in Zukunft fortsetzen werde, so Vortkamp: „Ich möchte hier einmal ganz deutlich auf die überwältigende Zahl einstimmiger und fast ausschließlich mit Zustimmung der Opposition gefassten Beschlüsse im Rat hinweisen. Es gab in der noch laufenden Wahlperiode 749 Beschlüsse. Davon 582 einstimmig, das sind 78 Prozent. Es gab ganze sechs Entscheidungen, die nur mit Mehrheit der CDU gefällt wurden. Dabei handelte es sich aber nur um eine Sachfrage.“ Die CDU sei immer darauf bedacht gewesen, bei wichtigen Entscheidungen die Bürger und die Opposition mit einzubeziehen, wie die Vielzahl an interfraktionellen Gesprächen verdeutliche.

 

Auf die Ankündigung der Oppositionsparteien, in allen städtischen Ortsteilen jeweils einen gemeinsamen Kandidaten für den Ortsvorsteher zu präsentieren, reagierte die CDU-Fraktion mit Unverständnis. „Nach der Gemeindeordnung ist es in der Regel ja ein Vertreter der in dem Ortsteil stärksten Partei, der Ortsvorsteher wird“, erklärte Vortkamp. „Ein Ortsvorsteher aus einer Partei mit fünf Prozent Stimmenanteil ist wohl nicht denkbar“, so Vortkamp, der außerdem auf die hervorragende Arbeit der einzelnen Ortsvorsteher in den zurückliegenden Jahren verweist. „Da wird das Fell des Bären schon verteilt, bevor er erlegt ist. Eine seltsame Verteilung von Pöstchen schon vor der Wahl“, so der Fraktionschef der CDU.

Überrascht zeigte sich Vortkamp darüber, dass die UWG in diesem Punkt vorprescht: „Die UWG war es, die in jeder Wahlperiode die Einrichtung von Bezirksausschüssen gefordert und damit die Wahl von Ortsvorstehern abgelehnt hat. Das ist auch im Wahlkampf-Flyer von Bürgermeisterkandidat Dieter Homann so nachzulesen. Ein absoluter Widerspruch also.“

 

Vortkamp ist davon überzeugt, dass die Ahauser Wähler die Schwächen der gemeinsamen Erklärung der Oppositionsparteien sehr schnell durchschauen werden: „Wer sich einmal anschaut, welche Vertreter welcher Positionen sich dort plötzlich verbrüdern, wird diese Vertreter ja eigentlich nicht mehr wählen können. Denn er weiß ja nicht mehr, was er wirklich wählt: die von ihm bevorzugte Partei oder doch auch ein bisschen alle, vielleicht auch keine so richtig.“

 

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